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Meine Neujahrswünsche für Bielefeld 2021

Ich wünsche mir, dass Bielefeld eine solidarische Stadt wird! Solidarisch mit den Menschen, die eine Wohnung suchen, solidarisch mit den Bäuerinnen und Bauern und mit Natur und Landschaft. Wie kann das gehen?

Sozialpflichtigkeit gilt
auch für Wohnungseigentum

Zunächst wünsche ich mir, dass der Rat in seltener Einmütigkeit eine Initiative ergreift, an deren Ende alle Grund-, Haus- und Wohnungseigentümer erkennen, dass sie ihren Teil zur Behebung der Wohnungsnot beitragen wollen. Denn in Bielefeld sind Hunderte von Grundstücken, für die Baurecht besteht, nicht bebaut, so könnten zahlreiche Baulücken geschlossen werden. Tausende von Wohnungen, ja eine Vielzahl ganzer Häuser stehen leer, zum Teil seit vielen Jahren. In einer solidarischen Stadt darf das nicht sein. Wenn alle Eigentümer ihrer sozialen Pflicht nachkommen, muss in Bielefeld in den nächsten 10 Jahren keine einzige Wohnung gebaut werden.

Auch Landwirte in der Stadt
brauchen eine Zukunft

Dann wär es mein Wunsch, dass Stadt und mobiel alle Planungen für neue Stadtbahnlinien fallenlassen, die mittelbar oder unmittelbar dem Zweck dienen, neues Bauland außerhalb der Siedlungsbereiche zu erschließen. Das war der Fall im Milser Buschbachtal und steht aktuell in Babenhausen zur Diskussion. Diese großen, neuen Bauflächen sind ausnahmslos fruchtbares Ackerland, das die heimischen Bäuerinnen und Bauern dringend zur Sicherung ihrer Zukunft benötigen. Bielefeld als solidarische Stadt wird doch keinen ganzen Berufszweig bei uns auslöschen wollen.

Am Ende wünsche ich mir, dass unsere Stadt solidarisch gegen die weitere, exzessive Beanspruchung unserer Bielefelder Landschaft eintritt. L 712n, Ausbau Grafenheider Straße, Überbauung Johannisbach, Ausbau der B 61 Richtung Herford und Gütersloh, Ortsumgehung Ummeln usw. Brauchen wir all diese Infrastrukturprojekte wirklich, wenn wir die Verkehrswende wollen?

 

Martin Enderle

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