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A Rainy Day in Soest

Dass die Bahn am 1. Oktober erwartungsgemäß nicht pünktlich fuhr, ist eigentlich keiner Erwähnung  mehr wert. Nur, dass der Rundgang der Besucher des Forums Baukultur in Soest deshalb reichlich verspätet startete, sei erwähnt. Und dass es ununterbrochen regnete. So verlebten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen zwar mehr als feuchten, aber dennoch lehrreichen, teilweise überraschenden, insgesamt angenehmen Nachmittag in der alten Hansestadt Soest.

Für das Forum organisiert hatte ihn Uwe Günther. Seine frühere Kollegin, die Architektin Therese Yserentant vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, dort zuständig für Denkmalschutz und Kunst am Bau, und der Architekt Thomas Peters hatten sich freundlicherweise bereitgefunden, eine Altstadtführung zu übernehmen.

Das Interesse der Teilnehmer an Baukultur bekam in der alten Hansestadt reichlich Futter. Die Altstadt präsentiert bis heute die Vielfalt der Bautypen und Baustile, die sich seit dem Mittelalter entwickelt und erhalten haben. Der Rundgang mit seinen vielen fachlichen und historischen Informationen war so faszinierend, dass trotz des widrigen Wetters (mit einer Kaffeepause) fast das gesamte Programm mit seinen zwölf Stationen auf das ungebrochene Interesse der Besucher aus Bielefeld stieß. Hier sei nur erwähnt: Das heutige Erscheinungsbild der Altstadt wurde durch einen der ersten Beschlüsse des Rates im Jahr 1946 entscheidend beeinflusst: „Die Stadt wird im überlieferten Sinne wieder aufgebaut.“ Das galt und gilt in Soest für den Wiederaufbau, für Neubauten, aber auch für das Straßennetz. So spazierten die Besucher über enge Gassen und weite Plätze der Straßenführung des Mittelalters. Die Soester Autofahrer haben sich offenbar daran gewöhnt: Niemand musste zur Seite springen. Pünktlich zum Ende des Besuchs ließ der Regen nach. Ein Besuch in Soest lohnt sich für Freunde der Baukultur indes bei jedem Wetter.

Walter Melzer u.a.: Der Soester Altstsadtrundgang. Soest 2009.

Auf dem Foto (v.l.): Volker Crayen, Siegfried Bartusch, Dorothee und Uwe Günther, Therese Iserentant, Thomas Peters und Dirk Artschwager.
Foto: Stuckhard

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